Testosteron mangel

 

Der Wirkstoff kommt bei einem Mangel des männlichen Geschlechtshormons Testosteron zum Einsatz, wie er bei Hypogonadismus auftritt. Unter Hypogonadismus versteht man das Fehlen männlicher Geschlechtshormone beispielsweise wegen einer angeborenen Fehlbildung der Hoden oder nach einer Hodenverletzung.

 

testosteron mangelDes weiteren wird Testosteron bei Männern in fortgeschrittenem Alter eingesetzt, wenn sie unter mangelndem sexuellem Verlangen (Libidoverlust) und/oder Erektionsstörungen leiden und nachweislich einen Mangel an männlichem Hormon haben.

 

Bei Frauen wird Testosteron gegen mangelndes sexuelles Verlangen angewendet, das durch die Gabe von Östrogen zum Hormonersatz hervorgerufen ist. Östrogengaben sind üblich nach der Entfernung der Eierstöcke und der Gebärmutter.

 

Ein Testosteronmangel kann durch Erkrankungen bedingt sein, wird aber auch sehr häufig bei älteren Männern beobachtet, denn die Testosteronbildung lässt ab dem 40. Lebensjahr allmählich nach. Die betroffenen Männer weisen eine Reihe von sexuellen, körperlichen und psychischen Symptomen auf, die sehr belastend sein können. Mediziner sprechen von einem Testosteron-Mangel-Syndrom (TMS). Doch lassen sich diese Beschwerden mit einer Testosterontherapie gut behandeln.

 

Bei Patienten, die nicht in der Lage sind, die vorgegebenen Vorschriften für eine Anwendung in Gelform oder als Pflaster einzuhalten (beispielsweise bei starkem Alkoholmissbrauch, Drogenmissbrauch, psychiatrischen Störungen) sollte der Wirkstoff Testosteron in anderer Form, beispielsweise als Depotspritze, gegeben werden.

 

Zur Verstärkung des sexuellen Verlangens darf Testosteron nicht an Frauen gegeben werden, die sich lediglich aufgrund der natürlichen Wechseljahre in einer Hormonmangelsituation befinden. Auch scheint der Einsatz von Testosteron zusammen mit Pferde-Östrogen (sogenannte equine Östrogene) nicht sinnvoll zu sein.

 

Testosteron mangel Nebenwirkungen

 

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Testosteron. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente.

 

Häufige Nebenwirkungen:
Bei Anwendung auf der Haut (Gel) Hautreaktionen an der Anwendungsstelle mit Rötung, Akne, trockener Haut.

 

Seltene Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen, Prostatabeschwerden, Vergrößerung der männlichen Brustdrüse (Gynäkomastie), Schmerzen im Brustdrüsengewebe (Mastodynie), Benommenheit, Empfindungsstörungen (Parästhesien, Hyperästhesien), Gedächtnisverlust, Stimmungsschwankungen, Bluthochdruck, Durchfall, Haarausfall.

 

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Prostataveränderungen und Fortschreiten eines Prostatakrebses, Harnverhalt, Juckreiz, Schwindel, Gelbsucht (cholestatischer Ikterus), Veränderung von Leberfunktionstests, erhöhte Libido, Depression, Nervosität, Muskelschmerzen, Veränderungen im Mineralhaushalt, häufige oder lang andauernde Erektionen (Priapismus), Verringerung der Anzahl an Samenzellen im Ejakulat.

 

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